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Schriftzug Bräunlein
Schatten vom Schriftzug ...aus liebe zum Garten
Schriftzug ...aus Liebe zum Garten
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Bräunlein ...aus Liebe zum Garten - Mühlweg 49 - 90607 Rückersdorf

Zeichnung Beerenobst Pflege und Schnitt

Beerenobst - Pflege und Schnitt

Beerenobst liegt als Selbstversorgerobst voll im Trend. Wer beispielsweise eine Himbeere oder rote Johannisbeersorte im Garten hat, möchte die Gehölze auch fachgerecht schneiden und den Ertrag optimieren.

Beerenobst im Container kann jederzeit, außer bei Boden-Frost, gepflanzt werden. Ein sonniger Standort erhöht den Ertrag und verbessert den Fruchtgeschmack und die Gesundheit. Aber auch in halbschattigen Lagen ist eine Kultur möglich. Beerenobst ist ebenso als Topfpflanze sehr gut geeignet.

Alle Beerenobstgehölze wachsen basitonisch, d.h. es werden immer wieder Jungtriebe direkt aus dem Boden gebildet. Deshalb zielen die meisten Schnittregeln auch darauf, die Sträu-cher durch geeignete Schnittmaßnahmen fort-laufend zu verjüngen. Alte Triebe werden bo-dennah entfernt und neue Triebe aus der Basis sind die Fruchtträger der Zukunft.


Johannisbeeren, Stachelbeeren

Angebotsformen: Büsche, Hochstamm (80 bis 90 cm)

Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren werden in den ersten Standjahren 8 bis 12 Hauptäste unter-schiedlichen Alters aufgebaut. Ein Drittel sollte einjährig, ein Drittel zweijährig und ein Drittel dreijährig sein. Rote und weiße Johnannisbeeren und Stachelbeeren tragen am besten am 2- bis 3jährigen Holz. Alle Triebe die älter als vier Jahre sind, werden nach der Ernte entfernt und Jungtriebe entsprechend nachgezogen. Überzählige Jungtriebe werden ebenfalls bodennah entfernt. Überlange Jungtriebe wer-den etwa um ein Drittel eingekürzt. Schwache und krumme Triebe werden direkt an der Basis entfernt.

Schwarze Johannisbeeren haben den besten Fruchtertrag am letztjährigen Holz. Der Schnitt nach der Ernte sorgt für das richtige Verhältnis zwischen den letztjährigen und diesjährigen Trieben. Nach dem Schnitt sollten ca. 6 alte Triebe und 6 neue Triebe verbleiben.

Zeichnung Beerenobst Stämmchen stützen

Bei Stämmchen werden alle Wildtriebe unterhalb der Krone direkt am Stamm entfernt. Apropos Stämmchen: Sie bieten viele Vorteile, denn sie passen in kleine Gärten und liefern schmutzfreie Früchte. Wegen des Fruchtgewichtes brauchen sie eine Stütze.

Junge Stämme benötigen einen Pfahl, der bis in die Krone reicht.

Ältere Stämme brauchen3 Pfähle, auf denen sich die Krone aufstützen kann.



Zeichnung Beerenobst Stämmchen stützen


Schnitt der Büsche: Auslichten der abgetragenen Triebe direkt nach der Ernte

Himbeeren

Angebotsform: Pflanzware im Topf

Schnitt Himbeere: Es gibt zwei Himbeer-Gruppen: Die Sommer- und die Herbst-Himbeeren. Die Sommer-Himbeeren tragen, wie die Brombeeren, ihre Früchte an den Ruten, die im letzten Jahr gewachsen sind. Nach der Ernte werden alle abgeernteten Ruten bodennah ent-fernt. Es bleiben etwa 10 Neutriebe pro lfd. Me-ter für die nächstjährige Ernte stehen. Die Ruten werden auf 60 cm und 120 cm Höhe angebunden.

Bei den herbsttragenden Sorten bilden sich im August Früchte an den Ruten, die erst in diesem Jahr gewachsen sind. Nach der Ernte werden alle Ruten bodennah zurückgeschnitten. Dies beugt auch dem Himbeerrutensterben vor. Herbst-Himbeeren können aber auch wie Som-mer-Himbeeren kultiviert werden. Sie tragen dann im Juli an vorjährigen und im Herbst an den diesjährigen Trieben.

Brombeeren

Angebotsform: Pflanzware im Topf. Es gibt auch dornlose Sorten.

Schnitt Brombeere: Ende Oktober werden alle abgetragenen Ruten über dem Boden abge-schnitten und junge Ruten aufgebunden.


Zeichnung Beerenobst Stämmchen stützen

Oben: Fächererziehung für schwach wachsende Sorten
Unten: Palmettenerziehung für wüchsige Sorten


Heidelbeeren

Heidelbeeren vertragen Sonne und Halbschatten. Sie lieben kalkarme, ausreichend boden-feuchte Standorte, die auch Rhododendron behagen. Die Schnittmaßnahmen reduzieren sich auf das turnusgemäße Auslichten alter Triebe.

© Texte: Markley, Illustrationen: Vierhaus (4) / Haan